Das „Hannoveraner Modell“ – die neue Auswahlliste des Insolvenzgerichts Hannover – Vortrag von Richter Klaus Neubert

Richter am Amtsgericht - Klaus Neubert[caption id="attachment_68" align="alignright" width="250"]Richter am Amtsgericht - Klaus NeubertRichter am Amtsgericht – Klaus Neubert[/caption]

Als „Highlight“ kündigte der Vorstandsvorsitzende des Instituts für Insolvenzrecht Hannover, Dr. Volker Römermann, den außerordentlich gut besuchten Vortrag von Herrn Richter Klaus Neubert an. Das Insolvenzgericht Hannover habe ein eigenes Modell zur effektiven Verwalterauswahl entwickelt und nehme somit bundesweit eine Vorreiterstellung ein, so Dr. Römermann weiter.

Große Reform des GmbH-Gesetzes: Die Antwort des deutschen Gesetzgebers auf die Limited

Dr. Volker Römermann hielt mit seiner Kritik an der Novellierung des neuen GmbH-Gesetzes nicht hinter dem Berg. Foto: JaMedia[caption id="attachment_66" align="alignright" width=""]Dr. Volker Römermann hielt mit seiner Kritik an der Novellierung des neuen GmbH-Gesetzes nicht hinter dem Berg. Foto: JaMediaDr. Volker Römermann hielt mit seiner Kritik an der Novellierung des neuen GmbH-Gesetzes nicht hinter dem Berg. Foto: JaMedia[/caption]

Keiner weiß, wann sie kommt – aber jeder weiß, das sie kommt: Die Reform des GmbH-Gesetzes durch das Bundesjustizministerium ist beschlossene Sache. Ihre Umsetzung in die Praxis erfolgt „vielleicht am 1. Juli, 1. September dieses Jahres – oder erst am 1. Januar 2009“. Das berichtete Dr. Volker Römermann, erster Vorsitzender des Instituts für Insolvenzrecht sowie Insolvenzberater in Hannover und Leiter einer Fachanwaltskanzlei mit Standorten in Berlin, Hamburg und der niedersächsischen Landeshauptstadt, am 20. März in seinem Vortrag „Die große Reform des GmbHG“ in der hannoverschen Leibniz-Bibliothek. Als Kenner des Gesellschafts- und Insolvenzrechts und Lehrbeauftragten der Humboldt-Universität zu Berlin hatte ihn zuvor Helge Wachsmuth, selbst Insolvenzverwalter und Vorstandsmitglied des Instituts für Insolvenzrecht, dem zahlreich erschienenen Publikum vorgestellt.

Praxisprobleme eines Insolvenzplans und aktuelle Rechtsprechung – Jens Wilhelm V

Jens Wilhelm V referierte sachkundig und anschaulich über die vielfältigen Praxisprobleme eines Insolvenzplans. Foto: JaMedi[caption id="attachment_64" align="alignright" width="250"]Jens Wilhelm V referierte sachkundig und anschaulich über die vielfältigen Praxisprobleme  eines Insolvenzplans.  Foto: JaMediJens Wilhelm V referierte sachkundig und anschaulich über die vielfältigen Praxisprobleme eines Insolvenzplans. Foto: JaMedia[/caption]

„Praxisprobleme eines Insolvenzplans und die aktuelle Rechtsprechung dazu“ lautete am 21. Februar der Titel des Vortrags von Jens Wilhelm V aus Hannover, Rechts- und Fachanwalt für Insolvenzrecht im Vortragssaal der Leibniz-Bibliothek. „Ihn vorzustellen hieße Eulen nach Athen zu tragen. Er ist als Insolvenz- und Zwangsverwalter sowie Fachanwalt für Insolvenzrecht seit Jahren bekannt – auch als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Instituts für Insolvenzrecht“, stellte ihn Dr. Volker Römermann den rund 40 erschienenen Zuhörern vor. Unter ihnen befanden sich viele Insolvenzverwalter. Sein Vortrag habe weniger zum Ziel, eine Übersicht über die vom Gesetzgeber nach den Paragraphen 217 bis 269 im sechsten Teil der Insolvenzordnung geordneten Insolvenzplanregelungen zu geben, sondern vielmehr auf Basis der gesetzlichen Regelungen die dazugehörigen Praxisprobleme darzustellen, die bei der Aufstellung des Planes auftreten. „Der Insolvenzplan muss weg von seinem Schattendasein hin ins Licht“, machte Jens Wilhelm V seine Zuhörer gleich zu Beginn auf seinen Vortrag neugierig.

Vortrag von Ellen Berger: Kommunikative Kompetenz für Insolvenzverwalter

Referentin Ellen Berger: Kommunikative Kompetenz ist eine Schlüsselqualifikation – auch für Insolvenzverwalter. Foto: JaMedia[caption id="attachment_62" align="alignright" width="250"]Referentin Ellen Berger: Kommunikative Kompetenz ist eine Schlüsselqualifikation – auch für Insolvenzverwalter. Foto: JaMediaReferentin Ellen Berger: Kommunikative Kompetenz ist eine Schlüsselqualifikation – auch für Insolvenzverwalter. Foto: JaMedia[/caption]

Hannover. „Endlich mal eine Frau als Dozentin“, freut sich ein Zuhörer am 20. November bei der letzten Veranstaltung des Instituts für Insolvenzrecht dieses Jahres im Vortragssaal der Leibniz-Bibliothek. Jens Wilhelm V, Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Instituts für Insolvenzrecht und stellvertretender Vorstandsvorsitzender, begrüßt vor rund 30 Interessenten die Diplom-Sozialwissenschaftlerin Ellen Berger. Die Leiterin des Instituts für angewandte Sozialpsychologie (IAS) in Bad Nenndorf referiert über die Bedeutung kommunikativer Kompetenz für den Insolvenzverwalter. Leider habe sich die Konfliktslösungskompetenz als Qualitätsmerkmal  nicht in den vom Verband der Insolvenzverwalter im November 2006 beschlossenen Berufsgrundsätzen zur Bestellung von Insolvenzverwaltern niedergeschlagen, bedauert eingangs Jens Wilhelm V. Ihm persönlich liege das Thema jedoch sehr am Herzen. Er stellt Ellen Berger vor als langjährige Dozentin für Seminare zur politischen Bildung bei Arbeit und Leben und an der Universität Hannover. Seit nunmehr zehn Jahren sei sie als Kommunikationstrainerin selbstständig.

Unternehmerverwertungen: Abenteuer zwischen Schreibtisch und Werkbank – Herr Lamberti und Herr Schlieker von der Industrie-Rat GmbH über „Sicherung von künftigen Massegegenständen“

Anregende Diskussion nach der Veranstaltung (von links): Klaus Neubert, Udo H. Lamberti und Jens Wilhelm. Foto: JaMedia[caption id="attachment_60" align="alignright" width="250"]Anregende Diskussion nach der Veranstaltung (von links): Klaus Neubert, Udo H. Lamberti und Jens Wilhelm. Foto: JaMediaAnregende Diskussion nach der Veranstaltung (von links): Klaus Neubert, Udo H. Lamberti und Jens Wilhelm. Foto: JaMedia[/caption]

Hannover. „Bei uns erfahren Sie Neuigkeiten“: Mit diesen Worten begrüßte Klaus Neubert, Richter am Amtsgericht Hannover am 22. Februar rund 40 Interessenten. beim Institut für Insolvenzrecht im Vortragssaal der Leibniz-Bibliothek. Udo H. Lamberti und Thomas Schlieker von der Industrie-Rat GmbH aus Hamburg informierten über den Verwerter-Alltag. Die Insolvenz-Ordnung lege den Schwerpunkt auf die Unternehmenssanierung, deshalb habe man die Verwertung als Thema bislang kurz gehalten, erläuterte Klaus Neubert. Trotzdem werde immer noch mehr abgewickelt als saniert – und das gehe nicht ohne professionelle Hilfe wie von der Industrie-Rat. Udo H. Lamberti, seit über 30 Jahren in der Branche tätig, gelte als eines ihrer Urgesteine. Lamberti dankte für die netten Worte. Das Referat über den Verwerter-Alltag überließ er Thomas Schlieker, seinem Experten für das Ressort „Maschinen und Anlagen“ bei der Industrie-Rat mit Büro in Hannover-Herrenhausen. Der schilderte seine Aufgaben als „Abenteuer zwischen Schreibtisch und Werkbank“, die oft genug nach dem Motto verliefen: „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – womit er den insolventen Geschäftsmann und sein mitunter schwaches Erinnerungsvermögen an Verwertbares im Unternehmen meinte. 

„Ein Stück weit mehr Klärung“ – Prof. Dr. Joachim Wieland über „Die Bestellung des Insolvenzverwalters nach der Entscheidung des BVerfG vom 23.05.2006“

Prof. Dr. Joachim Wieland[caption id="attachment_55" align="alignright" width=""]Prof. Dr. Joachim Wieland Prof. Dr. Joachim Wieland[/caption]

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 23.05.2006 ist unter den Insolvenzverwaltern und Verwalter-Kandidaten auf großes Interesses gestoßen. Grund genug für das Institut für Insolvenzrecht, zu einem aktuellen Vortrag hierüber einzuladen.

Für das interessierte Publikum konnte mit Prof. Dr. Joachim Wieland ein – wie der Vorsitzende Dr. Volker Römermann in seiner Einleitung herausstrich – überaus kompetenter Referent gewonnen werden. Dieser war fünf Jahre lang Assistent und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am BVerfG und ist derzeit Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Finanz- und Steuerrecht an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main.